Fehldruck mit plötzlichem seitlichen Versatz von 23mm
 
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Fehldruck mit plötzlichem seitlichen Versatz von 23mm  

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jb
 jb
(@jb-6)
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RE: Fehldruck mit plötzlichem seitlichen Versatz von 23mm

Mit einem Extrusionsfaktor von 1,0 ausgedruckt, erhalte ich einen Würfel mit Wandstärken von 40,5, 40,5, 39,5 und 41 Hundertsteln (mehrfach gemessen). Leider habe ich vergessen, Markierungen hinsichtlich der Orientierung auf dem Druckbett anzubringen. Aber bei diesen Werten scheint es mir für einen gleichmäßigen Druck auf der letzten Seite (41/100mm) zu langsam und auf der vorletzten Seite (39,5/100mm) zu schnell zugehen.

Gleichwohl wären alle Werte zu niedrig.

0,45 / 40,375 = 1,1145

Wenn augenscheinlich bisher zu viel Material extrudiert wurde, so würde nach diesen Werten noch mehr Material verlangt sein.

Gedruckt habe ich PETG (Prusament, schwarz) mit der Standard-Düse 0,4mm, ohne IS und in 0,05mm Schichten. Die Düse hatte ich vorher auf Verunreinigungen überprüft.

Kann es sein, dass der Druckkopf niedriger hängt als es die Steuerung annimmt?

Nur: wenn es bei der Kalibrierung in Z ein Problem gäbe, dann müsste das Bett bei den Tests tiefer liegen, als es beim späteren Druck der Fall ist.

Das Bett habe ich mir angeschaut. Es ist nirgends lose und wackelt/klappert nicht. Auf stärkeren Druck gibt nur die gesamte Unterkonstruktion nach.

Ich komme damit alleine nicht mehr weiter. 

Napsal : 11/03/2026 7:38 am
jb
 jb
(@jb-6)
Eminent Member
Topic starter answered:
RE: Fehldruck mit plötzlichem seitlichen Versatz von 23mm

Korrektur:

Die Rechnung oben muss natürlich lauten

0,45 / 0,40375 = 1,1145

Napsal : 11/03/2026 8:55 am
jb
 jb
(@jb-6)
Eminent Member
Topic starter answered:
RE:

So, der nächste Testdruck ist fertig.

Gedruckt wurde mit einem Extrusionsmultiplikator von 1,1146 aus obiger Rechnung (0,45 / 0,40375 = 1,11455).

Die Wandstärken des Würfels sind jetzt (im Uhrzeigersinn ab 12:00): 43,5, 43,0, 44,0 und 43,5 Hundertstel, also durchschnittlich 43,5

Hier muss man jetzt aufpassen, da der Artikel in der Knowledge Base an dieser Stelle falsch ist.

 

 

 

 

Die gezeigte Formel berücksichtigt nicht, dass der Extrusionsfaktor für den Testdruck möglicherweise nicht mehr Eins war.

Die Formel müsste für die Standard 04er Düse lauten:

neuer Extrusionsmultiplikator = alter Extrusionsmultiplikator * 0,45 / gemessene durchschnittliche Wandstärke in mm

In meinem Fall bedeutet das:

1,1146 * 0,45 / 0,435 = 1,1530

 

Ich starte einen weiteren Druck, jetzt mit Extrusionsmultiplikator von 1,153.

 

Napsal : 11/03/2026 10:59 am
jb
 jb
(@jb-6)
Eminent Member
Topic starter answered:
RE: Fehldruck mit plötzlichem seitlichen Versatz von 23mm

Der vierte Würfel ist gedruckt.

Der Extrusionsmultiplikator war, wie oben berechnet, auf 1,153 eingestellt. Die Dicken der vier Seiten sind jetzt 45,0, 45,0, 45,5 und 44,3 Hundertstel. Das macht im Schnitt 44,95 Hundertstel mm. Ich lasse das jetzt so.

Die Riemenspannung konnte ich jetzt auch mit der App überprüfen. Der Wert lag bei 96Hz und es hieß 'just right'.

Eben habe ich einen weiteren Druck der Schriftproben gestartet. Da jetzt viel mehr Material extrudiert wird, erwarte ich eigentlich nichts gutes.

 

Napsal : 11/03/2026 3:04 pm
Nordlicht
(@nordlicht)
Reputable Member
RE: Fehldruck mit plötzlichem seitlichen Versatz von 23mm

sondern möchte mit dem Drucker arbeiten und Ersatzteile für meine Werkstatt produzieren.

Da kommt es dann wahrscheinlich nicht auf die bestmögliche optische Qualität an? Und wenn du nur Prusament verwendest, dann solltest du die Prusa-Profile für Prusament unverändert übernehmen können.

Das scheint aber so nicht zu funktionieren. Okay und akzeptiert.

Normalerweise funktioniert es so, wenn du nur technische Dinge druckst, d.h. du mit normaler Qualität zufrieden bist. Für solche Dinge nehme ich auch nur unverändert die Prusa-Profile. Nur für meine Modellbahnsachen im Maßstab 1:87, so es auf höchste Detailgenauigkeit ankommt, passe ich die Profile an (da drucke ich mit einer 0,25er Düse und 0,05mm Layerhöhe).
Hast du auch das richtige Profil gewählt, d.h. MK4 ohne S! falls du einen MK4 hast (anderenfalls müßtest du das MK4S-Profil nehmen). Die Profile vom MK4 und MK4S sind nicht kompatibel. Im Druckermenü ist dann auch der MK4 als Modell eingetragen und nicht der MK4S? Was für eine Düse hast du? Hast du eine Silikonsocke an  der Düse und dies dann auch im Druckermenü eingetragen? Die normale Messing Nextruderdüse oder eine HT-Düse?

Wenn ich mir deine vergrößerten Bilder deiner Plättchen ansehe, dann scheint bei dir was anderes nicht zu stimmen. Da sind Lücken zwischen den Layern, d.h. die Layer sind nicht verbunden und man sieht die darunter liegenden Layer. Lerner haben die Layer keine gleichmäßige Breite, sondern das sieht eher nach einer Teilverstopfung aus. Das darf nicht sein. Ich gehe mal davon aus, daß das Plättchen mit der "0" das original Prusa Profil für PETG ist und du das PETG auch vorher gut getrocknet hast? Hast du ganz zu Anfang vor dem ersten Druck die Kalibrierungsroutine durchlaufen und der Wägezellensensor funktioniert auch korrekt? Wie sieht dein First Layer aus? Drucke mal mit dem Original Prusament PETG 0,05mm Detail Profil ohne jegliche Änderung am Profil nur den First Layer, d.h. ein größeres Rechteck mit 0,05mm Höhe (also genau 1 Layerhöhe) und zeige das Ergebnis von oben und auch von unten (Macrofoto). Sind die Layer verbunden und fallen beim Abnehmen vom Druckbett nicht in einzelne Layer auseinander? Gibt es Wellen auf der Oberfläche oder fühlt sich die Schicht oben sehr rauh an oder kratzt die Düse teilweise das Filament wieder weg so daß unregelmäßige Lücken entstehen? Und hier mal ein Vergleich, wie die Oberseite des First Layer beim MK4 mit 0,4er Düse und Original Prusa-Profil für Prusament (hier allerdings für PLA) aussehen sollte:

Wenn dein First Layer nicht stimmt, dann nützen auch alle Anpassungen des Profils nichts. Das A&O für einen guten Druck ist ein perfekter First Layer.

PS: Falls du mal PLA druckst, dann denke bitte daran, daß du beim Drucken die Tür vom Enclosure offen stehen hast!

Napsal : 11/03/2026 8:52 pm
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