Haftungsproblem mit Hilfe von Küchenfettentferner gelöst!
Hallo,
jetzt habe ich schon 2 Monate meinen MK3 im Einsatz und hier immer fleißig gelesen
und dabei viel gelernt. Am Anfang meiner Drucker-Karriere dachte ich immer bei den vielen Beiträgen,
die über schlechte Haftung berichteten, dass ich davon zum Glück nicht betroffen bin, die Freude
hielt aber leider nicht lange.
Nachdem ich dann alle möglichen hier vorgeschlagenen Reinigungs-Methoden
versucht habe, wobei die Methode mit dem Spülmittel noch die Beste war, habe ich mir tiefere Gedanken dazu gemacht.
Offensichtlich ist es so, dass der zum Drucken verwendete Kunststoff irgendeine Substanz zurück lässt,
die sich mit Alkohol nicht lösen lässt, ich habe sogar das Gefühl, dass man sie damit nur gleichmäßig verteilt.
Ich habe dann ein paar Tests gemacht, was genau das für eine Substanz ist, weiß ich immer noch nicht, aber
ich weiß wie man sie leicht beseitigen kann!
Küchenfettentferner löst die Substanz und auch die Haftungs-Probleme!
Folgende Produkte habe ich getestet:
Mellerud-Küchen-Entfetter, Bref-Power und Cillit-Bang-Universal-Fettlöser.
Alle 3 funktionieren sehr gut.
So bin ich vorgegangen, natürlich alle Arbeiten mit Handschuhen, damit kein Hautfett auf das Brett kommt.
Beide Seiten eingesprüht, ein paar Min. einwirken lassen, dann mit einem neuen weichen Schwamm
abgerieben, nochmal eingesprüht und nach einigen Minuten mit kochendem Wasser gut abgespült
und trocknen gelassen. Vor dem ersten Gebrauch das Bett 5 Min. auf 120°C vorgeheizt, damit eventuell
vorhandenes Wasser aus der Oberfläche ausdampfen kann. Ich habe dieses Prozedere mit dem
Satin- und dem strukturierten Prusa Blech gemacht und seitdem keine Probleme mehr mit der Haftung.
Ich wische auch nicht mehr mit IPA oder sonstigen Mitteln über das Bett, wenn es nach einiger Zeit
nicht mehr so gut haftet, mache ich es wieder wie oben beschrieben.
Ich hoffe, dass euch meine Methode bei Problemen mit der Haftung weiterhilft.
RE: Haftungsproblem mit Hilfe von Küchenfettentferner gelöst!
Hallo Detlev,
danke für die Info.
Bei mir reicht bisher Spüli. Auch ich wische hinterher nicht mehr mit IPA oder sonstigen Mitteln über das Bett.
Bisher reicht auch warmes/heißes Wasser aus dem Wasserhahn, das eher langsam wärmer wird. Wie lange macht die Pulverbeschichtung es wohl mit, wenn das kalte Blech mit kochendem Wasser übergossen wird? Es wäre schön, wenn Du nach einiger Zeit darüber berichten würdest. Weiß jemand anders was darüber?
RE: Haftungsproblem mit Hilfe von Küchenfettentferner gelöst!
Hallo,
jetzt habe ich schon 2 Monate meinen MK3 im Einsatz und hier immer fleißig gelesen
und dabei viel gelernt. Am Anfang meiner Drucker-Karriere dachte ich immer bei den vielen Beiträgen,
die über schlechte Haftung berichteten, dass ich davon zum Glück nicht betroffen bin, die Freude
hielt aber leider nicht lange.
Nachdem ich dann alle möglichen hier vorgeschlagenen Reinigungs-Methoden
versucht habe, wobei die Methode mit dem Spülmittel noch die Beste war, habe ich mir tiefere Gedanken dazu gemacht.
Offensichtlich ist es so, dass der zum Drucken verwendete Kunststoff irgendeine Substanz zurück lässt,
die sich mit Alkohol nicht lösen lässt, ich habe sogar das Gefühl, dass man sie damit nur gleichmäßig verteilt.
Ich habe dann ein paar Tests gemacht, was genau das für eine Substanz ist, weiß ich immer noch nicht, aber
ich weiß wie man sie leicht beseitigen kann!
Küchenfettentferner löst die Substanz und auch die Haftungs-Probleme!
Folgende Produkte habe ich getestet:
Mellerud-Küchen-Entfetter, Bref-Power und Cillit-Bang-Universal-Fettlöser.
Alle 3 funktionieren sehr gut.
So bin ich vorgegangen, natürlich alle Arbeiten mit Handschuhen, damit kein Hautfett auf das Brett kommt.
Beide Seiten eingesprüht, ein paar Min. einwirken lassen, dann mit einem neuen weichen Schwamm
abgerieben, nochmal eingesprüht und nach einigen Minuten mit kochendem Wasser gut abgespült
und trocknen gelassen. Vor dem ersten Gebrauch das Bett 5 Min. auf 120°C vorgeheizt, damit eventuell
vorhandenes Wasser aus der Oberfläche ausdampfen kann. Ich habe dieses Prozedere mit dem
Satin- und dem strukturierten Prusa Blech gemacht und seitdem keine Probleme mehr mit der Haftung.
Ich wische auch nicht mehr mit IPA oder sonstigen Mitteln über das Bett, wenn es nach einiger Zeit
nicht mehr so gut haftet, mache ich es wieder wie oben beschrieben.
Ich hoffe, dass euch meine Methode bei Problemen mit der Haftung weiterhilft.
Das ist echt spannend welche Mittel hier so auftauchen.
Und hilfreich ist das natürlich auch immer.
Ich selbst bin auch seit Jahren bei Spüli mit bestem Erfolg, aber das heißt ja nicht das man nicht mal den Blick über den Tellerrand wagen kann.
Mich würde aber interessieren wie sich das auf längere Zeit bei Dir macht.
Wäre schön wenn Du uns hier auf dem laufenden halten könntest.
Speziell die Power reiniger von den oben genannten Herstellern sind teilweise so scharf das sie die Zink-/Chrom-/Nickelbeschichtungen auf z.B. Schrauben lösen. Da würde mich interessieren ob die PEI-Beschichtungen das über die Zeit gut wegstecken.
Gruß Kai
Wer freundlich fragt bekommt auch eine freundliche Antwort.
nec aspera terrent
RE: Haftungsproblem mit Hilfe von Küchenfettentferner gelöst!
Moin, jetzt ist ja doch schon eine geraume Zeit vergangen.
Ich habe jetzt auch Haftungsprobleme, die ich nicht lösen kann.
Mich würde interessieren, ob es inzwischen Langzeiterfahrungen zum Thema "Fettlöser" gibt.
Dankeschön!
Gruß Michael
RE: Haftungsproblem mit Hilfe von Küchenfettentferner gelöst!
Ich habe das umgekehrte Problem, daß an den häufig gebrauchten Stellen (ABS auf "Smooth PEI sheet") die Haftung so gut wird, daß man die Teile nicht mehr abbekommt. Das wird wohl auch mit Kunststoffrückständen zu tun haben. Einen früh beendeten Wipe-Tower abzulösen, stellenweise ein Fall für's Teppichmesser (was der Platte natürlich nicht gut tut).
Mein "Rezept": Putzen, dann Klebestift mit Wasser aufschlämmen und gleichmäßig verreiben. Die Haftschicht ist dann (finde ich jedenfalls) relativ gut kontrollierbar.
RE: Haftungsproblem mit Hilfe von Küchenfettentferner gelöst!
Es geht auch billiges Haarspray ohne "Antiklebeformel". Bildet dann einen Haftfilm und beim Abkühlen eine Trennschicht. Oder 3D Lac. Oftmals ist nämlich nicht die fehlende, sondern die nicht mehr abbauende Haftung ein Problem, die nicht selten zur Beschädigung der Oberfläche der Druckplatte (und natürlich des Models) führt. Ich reinige meine Druckplatten mit Spüli und "tränke" sie danach mit Isopropanol. Damit bekomme ich auch letzte Reste weg. Achtung! Bei der Nylon-Platte keinesfalls machen! Da ist wirklich Spüli das höchste der Gefühle! Alles andere killt Sie - auch Isopropanol! Also unbedingt vorher schlau machen, was Sie vertragen, sonst wirds ganz schnell ein furchtbar teurer "Spaß"...
Gruß, Digibike
RE: Haftungsproblem mit Hilfe von Küchenfettentferner gelöst!
Druckt ihr eigentlich auch PLA auf dem strukturieren Blech?
Nutzt ihr dabei immer Haftspray bei PLA?
RE: Haftungsproblem mit Hilfe von Küchenfettentferner gelöst!
- Ja
- Kommt drauf an. Manche PLA-Sorten/Farben machen keine Probleme mit Warping, manche schon. In dem Fall dann 3Dlac. Hängt auch von der Größe des Modells ab. Bei kleineren Sachen in der Mitte des Druckbetts geht es in der Regel so, bei größeren Teilen, die bis zum Rand reichen, ist etwas 3Dlac am Rand der der Druckplatte "auf Verdacht" nicht verkehrt, schon um Filamentverschwendung gerade bei größeren Teilen zu vermeiden. Ist aber wie gesagt auch abhängig von der PLA-Sorte bzw. Farbe. Ich habe schon bis zum Rand reichende Boxen ohne Probleme mit der Haftung mit einer PLA-Farbe gedruckt, was mit einer anderen PLA-Farbe vom gleichen Hersteller ohne 3Dlac nicht geklappt hat.
RE: Haftungsproblem mit Hilfe von Küchenfettentferner gelöst!
Druckt ihr eigentlich auch PLA auf dem strukturieren Blech?
Nutzt ihr dabei immer Haftspray bei PLA?
Ich sehe auch gerade meinen älteren Post (Klebestift), in dem Sinne Update von meiner Seite:
Seit längerem verwende ich grundsätzlich 3DLAC, PLA eingeschlossen (selten). Mit jedem Druck kurz über die zu bedruckende Stelle drübergesprüht, oder notfalls mit dem Spatel kurz abgekratzt (auf dem smooth PEI Sheet haftet die Schicht extrem gut d.h. verbleibt über mehrere Drucke, ist aber mit Wasser leicht abzubekommen).
Geht sicher auch ohne, aber ist einfach, konsistent, nicht teuer und (gibt's wohl schon seit 10 Jahren) zuverlässig zu beziehen.
RE: Haftungsproblem mit Hilfe von Küchenfettentferner gelöst!
Klebestifte sind nicht so meins, das qualmt immer so wenn das Bett warm wird und das säubern ist immer so eine Schmiererei.
Mir gefällt die Struktur vom strukturierten Blech. Bisher habe ich nur PETG darauf gedruckt, daher die Frage ob ihr auch PLA darauf druckt.