Seitliche Filamentsensoren überarbeitet
Hi zusammen,
Falls jemand ein paar Probleme mit manchen Materialien (habe da schon so Geschichten wie seitliche separate Zuführung, am Sensor vorbei für TPU usw. gesehen), aufgrund Geräuschentwicklung, recht großem Wiederstand beim einführen und TPU hat, hilft der Mod vielleicht weiter...
Man braucht eine Handvoll 3 mm Zylindermagneten, M10er Pushfittings und etwas Sekundenkleber. Die Stahlfedern werden aus dem Sensorblock entfernt und die Magneten übernehmen dann zukünftig deren Aufgabe. Viel "weicher" geht es wohl nicht mehr und die M10er Pushfittings liebe ich einfach - halten den Ptfe-Schlauch einfach zuverlässig und, da der Schlauch komplett durch den Pushfitting geführt wird kann auch nichts an Metallkanten reiben - allerdings braucht es einen Anschlag innen im Gewinde, wo der Pushfitting eingeschraubt wird, um ein "reinziehen" zu verhindern. Aber ist dann ein schönes "Sorglospaket".
Habe die Datei, inkl. Beschreibung und "Einkaufsliste" (Pushfittings und Magnete - nichts großes) auf Printables hier gestellt.
Wenns dem ein oder anderen auch weiter hilft - super! In diesem Sinne Happy Printing und viel Spaß!
Gruß, Digibike
RE: Seitliche Filamentsensoren überarbeitet
Gute Idee. Die Federkraft der Serie ist ziemlich hoch. Auch der Sensor im Extruder hat einen erhöhten Widerstand. An den normalen Festo-Verschraubungen hakt das Filament auch gerne -- bei mir im Extruder. Die PTFE-Schläuche kann man innen gut mit einem Zentrierbohrer, wie in dem ptfe-multitool von Karl fasen. Eine altmodische Haushaltsschere geht aber auch ganz gut, nur nicht ganz so komfortabel. Da, wo bei Dir die M10er Push-fittings sitzen, habe ich gestern den Schlauch mit dem Filament herausgeschoben. Von den Push-fittings habe ich noch 3 Stück. Für die linke Seite würde es reichen. Bei Amazon oder China-Shops mag ich (die Magnete) nicht bestellen.
Das muß aber ohnehin warten. Mein XL läuft erst seit ein paar Tagen testweise nach Feierabend.
Schöne Grüße
RE: Seitliche Filamentsensoren überarbeitet
Danke! Ganz glücklich bin ich allerdings noch nicht. Eigentlich ist das ganze falsch ausgerichtet... Die Sensorik sollte eigentlich Senkrecht, nicht Horizontal ausgerichtet sein...! Dann bräuchte es gar keine großen Kräfte, aber dafür ist das Kabel zu kurz. Mal schauen, ob ich einen Weg finde, mittels Adapter oder so, 90 Grad zu drehen. Habe ich mit dem Support auch schon gehabt, die Diskussion. War recht interessiert und hat sich das ganze recht genau angeschaut. Mal schauen, ob und was raus kommt...
Eventuell kommt da noch etwas. Wie ist der Spruch doch gleich? Das Bessere ist des guten Feind... 😉 Aber viel spaß beim Testen mit dem Teil - bei mir geht´s schon Richtung Optimierungen - der Encloser ist, bis auf die fehlenden 2 Plexiglasplatten und die bereit zum drucken befindlichen Türaufsetze fertig. Ikea hab ich auch "Heimgesucht" und 3 große Boxen mitgenommen. Mit dem Rest an 30er Alu-Profil wird eine Wandhalterung/Regal gebaut, wo dann die Boxen drin sind und mir jede Box 2 Rollen von Prusa´s 2 KG-Rollen (Überbreite) oder 4 KG-Rollen von M4P aufnehmen. Damit sind die in einem eigenen "Klima" gelagert, Zuführung über PTFE-Schläuche auch recht Staubfrei/geschlossenes System und Aufgeräumt über dem Drucker. Alles in allem nimmt das ganze langsam aber stetig Formen an... Der Scan-Bereich läuft auch immer besser, also, langweilig dürfte meinen kleinen Arbeitspferdchen wohl die nächste Zeit nicht so schnell werden... 😉
Gruß, Digibike
RE: Seitliche Filamentsensoren überarbeitet
Eine durchs Filament senkrecht angehobene Kugel ist auch im Selektor der MMU2. Die habe ich lange nicht mehr benutzt und werde sie wohl nicht mehr brauchen, sobald der XL anständig läuft. Die Beispieldatei von Prusa für 2-farbige Keychain ist schon mal ganz gut. Kein Stringing, obwohl das Prusament PLA schon recht alt ist und länger nicht getrocknet wurde. Mein XL hat 0.4mm Düsen und die Silikonzungen funktionieren bisher. Interessant, wie der Extruder auf diesen parkt, um von 175 Grad auf Drucktemperatur aufzuheizen. Langsam macht der XL Spaß.
Die hintere Kabelabdeckung habe ich im Bereich der Stepperkabel heute um 5mm ausgeklinkt. Die könnte man sonst gerade beim rechten Stepper versehentlich einklemmen, denn sie werden durch Dock 5 verdeckt. Das Lochgitter liegt noch herum.
Bis zu einem Gehäuse wird es bei mir noch länger dauern. Platz ist ohnehin knapp. Das Teil ist groß.
Die Perimeter sehen bei mir noch nicht ganz so gut aus, wie bei meinem MK3S+. Sowohl auf Quader als auch Kegel, mit und ohne Vasemodus, auch ohne IS. Es ist aber kein z-Wobble und ist auch nicht periodisch, passend zur Spindelsteigung. Durch eine (Fadenzähler-)Lupe sehe ich einen minimalen horizontalen Versatz. Ich vermute einen Stick-slip-effekt, hauptsächlich der y-Kugelführungswagen. Ich hätte die mit Fett geringerer Viskosität schmieren sollen und nicht mit regulärem Wälzlagerfett. Die Wagen laufen aber geschmeidig und nicht schwergängig. Mit der werksseitigen Schmierung liefen die etwas hakelig, selbst bei losgeschraubten Schienen. Nur jede dritte Schraube zu verwenden steht bei THK zudem sicher nicht in den Montageanweisungen. Etwas breitere Riemen hätte ich mir auch noch gewünscht, so schwer, wie die Extruder sind.
z habe ich trotzdem noch im Visier. Ein first-layer-test mit max-Quadrat habe ich heute mit PETG Clear auf dem satinierten Blech gemacht. Der war brauchbar aber das bekomme ich auf dem MK3S+ mit Federn-mod besser hin. Auf meinem XL ist der first layer noch leicht zu tief. Die Wägezelle funktioniert ansonsten gut. Das ist richtig komfortabel. Einen z-Offset wie beim MK3 habe ich noch nicht gefunden. Gibt es den noch? Im Moment habe ich links und rechts je eine Meßuhr, die von z=0 bis z=10mm anzeigen. An die seitlichen Betthalter habe ich mir je einen Kragarm gedruckt auf den die Meßuhren von oben auf einen flachgefeilten Schraubenkopf tasten. Dann kann z bis Anschlag hoch fahren, ohne das die Uhren weggekegelt werden können. Das Meshbed-levelling muß hinten momentan noch mehr ausgleichen als vorne -- besonders links. Die Kugelführungsschienen will ich noch etwas besser ausrichten. Evtl. mache ich noch einen Federmod. Der wäre nicht so einfach, wie beim MK3, denn der hatte praktische Distanzhülsen. Die Kacheln des XL haben je 4 integrierte Zapfen, die direkt auf dem Aluträger aufliegen. Evtl. gingen Federn mit Luft um die Zapfen herum, wenn man die Bohrungen des Aluträgers mit Federdurchmesser 1mm tief senkt. Dann könnte man bei gleichem Nennmaß +/- stellen und die Federn wären nur in der Senkung zentriert. Das wäre viel aufwändiger einzustellen als beim MK3S, nicht nur wegen der 64 statt 9 Schrauben sondern weil die alle von unten sind. Da muß man aufpassen, wenn das Bett heiß ist. In der Mitte ist außerdem die Platine, so daß nicht alle Schrauben zugänglich sind. Beim MK3S muß man das aber auch nur ganz selten nachjustieren.
Bei M4P war ich noch nicht, obwohl ich im selben Ort arbeite. Kollegen holen sich gelegentlich Filament auf dem Weg von der Arbeit.
Schöne Grüße
RE: Seitliche Filamentsensoren überarbeitet
Hallo, hat sich der Umbau bewährt? Ich suche für meinen auch eine Möglichkeit die Schläuche mit den Schnellverschlüssen anzubringen (und natürlich TPU besser einführen zu können).
Danke
RE: Seitliche Filamentsensoren überarbeitet
Also, falls du mich fragst - bei mir funktionierts. Könnte man was verbessern? Sicherlich. Bei TPU gibts einen Trick, der dir das Leben, beim Laden, massiv erleichtert... Wenn du einen Sunlo Filamentschweißer o.ä. hast, und an die Spitze des TPU´s einen brocken - 1-2 cm reichen schon, PETG dran schweißt, läßt es sich laden wie PETG. Die beiden Materialien vertragen sich sehr gut. Beim Purgen wird das PETG raus gehauen und das wars dann. Nur so am Rande als Tip.
Gruß, Digibike
RE: Seitliche Filamentsensoren überarbeitet
Danke. Leider wurde mir der XL mit 5 Köpfen direkt von Prusa defekt verkauft. Sobald er läuft und das Enclose verbaut ist, werde ich deine Teile drucken.
Aus welchem Grund benötigt der XL eigentlich an dieser Stelle die Sensoren? Im Extruder sind doch welche drin?
RE: Seitliche Filamentsensoren überarbeitet
Theoretisch kommt er auch ohne aus. Allerdings erkennt er dann erst, wenn es zu "spät" ist, daß es leer ist. Ich habe es noch nicht ausprobiert, aber der Knackpunkt ist ja, daß der Extruder, sobald er noch genug Rest hat, dieses wieder zurück fördert. So weiß die FW, ok, das Filament ist gleich zuende. Er muß ja noch genug haben, um es sicher zu greifen, um es wieder zurück zu fördern, ansonsten riskierst halt, daß er es nicht mehr packen kann und dann stocherst im Zweifel mit der Spitzzange rum, um es raus zu holen. Aber, wie gesagt, habe ich noch nicht ausprobiert, aber kenne die Problematik von meinem Ulitmaker 3 Extended, wenn das Material leer geht...
RE: Seitliche Filamentsensoren überarbeitet
Hallo mein XL läuft nun. Allerdings habe ich durch die längeren Schläuche das Problem, dass das Filament zu schwer läuft, die Sensoren "bremsen" zusätzlich. Daher werde ich den Umbau machen. Gibt es dazu mittlerweile ein update?
RE: Seitliche Filamentsensoren überarbeitet
Hi,
Ne, bei mir arbeiten die wie gehabt. Wenn ich was anmerken darf, nicht falsch verstehen, sondern nur als Konstruktive Kritik: Jedes Material, daß führt, führt auch zu Reibung. Je mehr Kurven, je engere Radien, desto mehr Reibung. Da scheint es, wenn ich die Trockenbox und die Verschlauchung dort zum Drucker hin, anschaue, noch Potential zu geben... Eine andere Sache ist, daß Schmiermittel hier helfen, die Reibung nochmal deutlich zu reduzieren. Soyaöl oder Bratöl halten sehr hohe Temperaturen aus und bilden einen gleitenden Ölfilm - bis in die Düse. In die Anschlüsse der Trocknerbox ein Schwämmchen, daß regelmäßig vor Druckstart, mit ein paar Tropfen Öl benetzt wird, und die Sache läuft wie "geschmiert". Merkst auch am Druckbild, den der Flow wird wesentlich geschmeidiger und gleichmäßiger. Zuviel darf es nicht sein - es soll nicht aus der Düse raus tropfen, sondern nur Innen, als Gleitfilm, beschichten - auf dem Druckbett haben Öle und Fette nichts zu suchen...
Gruß, Digibike
RE: Seitliche Filamentsensoren überarbeitet
Hi,
Ne, bei mir arbeiten die wie gehabt. Wenn ich was anmerken darf, nicht falsch verstehen, sondern nur als Konstruktive Kritik: Jedes Material, daß führt, führt auch zu Reibung. Je mehr Kurven, je engere Radien, desto mehr Reibung. Da scheint es, wenn ich die Trockenbox und die Verschlauchung dort zum Drucker hin, anschaue, noch Potential zu geben... Eine andere Sache ist, daß Schmiermittel hier helfen, die Reibung nochmal deutlich zu reduzieren. Soyaöl oder Bratöl halten sehr hohe Temperaturen aus und bilden einen gleitenden Ölfilm - bis in die Düse. In die Anschlüsse der Trocknerbox ein Schwämmchen, daß regelmäßig vor Druckstart, mit ein paar Tropfen Öl benetzt wird, und die Sache läuft wie "geschmiert". Merkst auch am Druckbild, den der Flow wird wesentlich geschmeidiger und gleichmäßiger. Zuviel darf es nicht sein - es soll nicht aus der Düse raus tropfen, sondern nur Innen, als Gleitfilm, beschichten - auf dem Druckbett haben Öle und Fette nichts zu suchen...
Gruß, Digibike
RE: Seitliche Filamentsensoren überarbeitet
Danke. Das " update" meiner Filamentbox steht an, da ist in der Tat noch Potential nach oben. 🙂
Das mit dem "Schmiermittel" kannte ich nicht. Danke für den Tip!
Könntest du mir bitte das mit dem Schwämmchen näher erklären? Thanks again!
RE: Seitliche Filamentsensoren überarbeitet
Ich hatte an einem Sensor schon einer dieser Klammern verloren, die das Filamentrohr klemmen.
Daher wäre das auch eine Alternative?
https://www.printables.com/model/888307-prusa-xl-magnetic-side-filament-sensor-with-reduce
RE: Seitliche Filamentsensoren überarbeitet
Nimmst einen Spülschwamm, Schneidest einen Brocken raus, der etwa 3 cm lang ist und 15 mm Quadratisch, Loch der Länge nach durch, daß das Filament straff durch geht und in das Loch immer ein paar Tropfen, Filament durch und fertig. Oder du machst es mit Klappdeckel und 2 Hälften und legst den Filamentfaden in das mit Öl benetzte "Sandwich" und klappst das zusammen, fertig. Das Öl schaffst sich mit dem Filament durch, bis zur Düse und macht das selbe, wie in deiner Bratpfanne beim Bruzzeln... 😉
Gruß, Digibike
RE: Seitliche Filamentsensoren überarbeitet
Das werde ich probieren, merci. Macht das Öl denn keine Probleme bei der Haftung der Schichten untereinander?
RE: Seitliche Filamentsensoren überarbeitet
Hi,
Ne, bei mir arbeiten die wie gehabt. Wenn ich was anmerken darf, nicht falsch verstehen, sondern nur als Konstruktive Kritik: Jedes Material, daß führt, führt auch zu Reibung. Je mehr Kurven, je engere Radien, desto mehr Reibung. Da scheint es, wenn ich die Trockenbox und die Verschlauchung dort zum Drucker hin, anschaue, noch Potential zu geben... Eine andere Sache ist, daß Schmiermittel hier helfen, die Reibung nochmal deutlich zu reduzieren. Soyaöl oder Bratöl halten sehr hohe Temperaturen aus und bilden einen gleitenden Ölfilm - bis in die Düse. In die Anschlüsse der Trocknerbox ein Schwämmchen, daß regelmäßig vor Druckstart, mit ein paar Tropfen Öl benetzt wird, und die Sache läuft wie "geschmiert". Merkst auch am Druckbild, den der Flow wird wesentlich geschmeidiger und gleichmäßiger. Zuviel darf es nicht sein - es soll nicht aus der Düse raus tropfen, sondern nur Innen, als Gleitfilm, beschichten - auf dem Druckbett haben Öle und Fette nichts zu suchen...
Gruß, Digibike
Soyaöl oder Bratöl schreibst du. Sonnenblumenöl geht auch?
Danke
RE: Seitliche Filamentsensoren überarbeitet
Geht auch. Hat halt anderen Siedepunkt. Hab den jetzt nicht im Kopf und müßte mal suchen... Bratfett z.b. hat halt eine sehr hohe Temperaturrange. Ist halt auch abhängig vom Material und dessen Temperatur, daß du das Druckst.
RE: Seitliche Filamentsensoren überarbeitet
Freut mich, daß dir der Unterschied gleich auffällt. Auseinander gefallen scheinen die Teile auch nicht zu sein - habe ich auch noch nie beobachtet. Sieht schick aus!
Danke für´s teilen und das Feedback! Na den, happy Printing!
Gruß, Digibike



