erste schicht - FW update
Hallo,
habe mein core one kit seit ca 6 monaten. Jeder druck bis vor dem vorletzten FW update lief einwandfrei. Ich konnte das ganze bett bedrucken, sogar mit viel kleinen einzelteilen, und jedes ausnahmslos wurde perfekt gedruckt. Aber seit dem vorletzten FW update habe ich ganz oft probleme mit der ersten schicht. Wenn man den z offset zu beginn d es drucks verändert wird es besser. Probiere aktuell mit -0,05mm.
Bei dem gedanken nun jedes bereits erstellte (und funktionierende) programm nochmals neu zu slicen, nur um den z-offset dauerhaft im programm zu ändern, dreht es mir den magen um.
Leider habe ich den grundsatz missachtet: „never change a running system“. Bei jedem anderen gerät heißt es stets: führe nur FW update durch wenn etwas nicht funktioniert.
Updates machen die sache nicht besser, sie machen sie anders. Zum kotzen dass ich es diesmal nicht besser wusste. Die ganzen erstellten programme funktionieren nicht mehr einwandfrei.
Hat jemand eine lösung, oder kann man wenigstens im drucker selbst ein z-offset dauerhaft einstellen, sodass man alle programme weiterhin nutzen kann?
Wenn die erste schicht schlecht ist, warpt es die teile nach einiger zeit oft hoch und dann kann es auch mal passieren, dass die nächsten schichten nicht mehr genau drüber liegen, sondern x und y verschoben sind. „ein unglück kommt selten allein“.
Außerdem zieht er ohne korrektur oft fäden über die platte und die behindern dann den sauberen druck vieler teile.
Diese vermaledeiten updates....
RE:
Hallo, sie können doch da alte FW wieder einspielen. Ein Downgrade ist immer möglich. Wie stellen sie den Z Offset ein? Sonnst hat sich nichts geändert? Druckbett ordentlich mit IPA gereinigt? Filament trocken? Düse ordentlich Fest und richtig in den Kühlkörper gedrückt? In einem Bild haben haben sie ein starken Layer Shift in der zweiten Schicht.
RE:
hallo,
danke für den hinweis. das war mir nicht bewusst. die frage ist nur welche FW war die gute? gibt es ein logfile, wo ich sehen kann welche FWs installiert waren? ich glaube es war die vorletzte. aber beschwören würde ich es nicht.
meine druckplatte wird immer mit stoffhandschuhen angefasst, um fettbildung zu vermeiden. dann putze ich es mit bei bedarf isoprop und gestern hatte ich noch aceton besorgt und benutzt. also das ding ist sauber.
der shift trug sich zu, als das material durch die schlechte erste schicht hochwarpte und die düse dagegen stieß.
den z offset kann man bei beginn des drucks durch langes drücken des drehreglers auslösen. dann erscheint ein menu.
grüße
RE: erste schicht - FW update
Ich habe eigentlich genau die selben Probleme und würde mich freuen, wenn mir jemand weiterhelfen kann.
RE: erste schicht - FW update
Bevor Ihr da mit der FW rum spielt, stimmt den die Hardware noch? Dieses Verhalten kenne ich von meinem CoreOne, als er einen kleinen Crash hatte (Teil löste sich). Beim CoreOne ist es so, daß hier 3 Z-Spindeln sind, die über einen Splitter, simulatan angetrieben werden. Die FW erkennt Wegbegrenzung über die geänderte Stromaufnahme - die ist aber nicht die Änderung der einzelnen, sondern die Summe aller 3 Z-Stepper zusammen. Nun ist es so, daß vorn 2 Zwangsführungen sind, Hinten gibt es keine - wäre sonst sowieso überbestimmt. Aber die Z-Mutter, bzw. deren begrenztes Spiel ist das einzige, was vor dem Verspannen schützt/rettet. Wenn nun hier ein Versatz sich rein gearbeitet hat - z.b., weil es schon von anfang an leicht verspannt war, läuft es schwerer und schwerer, bzw. Dreck, bzw. Kollision, wie bei mir, und plötzlich wirds gravierend. Würde mal die Mutter von der hinteren Z-Spindel lösen, Grundeinstellung nochmal machen und leicht auf Anlage und 2 oder 3 mal hoch und runter fahren und danach fixieren. Ich tippe mal, dann ist das Druckbild auch wieder, wie es von Anfang an war, auch mit neuer FW. Meine Vermutung und Beobachtung. Ich habe mir zu dem Zweck auch eine neue Z-Mutter für hinten gemodet. Ist bei mir 2-Teilig und erlaubt, in X und Y jeweils in jede Richtung 0,5 mm zu "Atmen".
Gruß, Digibike
RE:
>> fäden über die platte
... das könnte jetzt wirklich das vielbeschworene feuchte Filament sein... bitte sicherstellen, daß es trocken ist. Sonst kann man sich das restliche Debugging schenken. Und, Filament frisch aus der verschweißten Tüte ist selten "trocken" sondern möglicherweise "kontrolliert feucht", so daß es gerade noch druckbar ist aber leichter zu verarbeiten weil weniger brüchig / spröde.
Zu Digibike's Z-Achsen-Thema: Fahr' mal versuchsweise die Platte auf Z=1. Dann schiebe den Druckkopf mit der Hand nahe der drei Spindeln und drehe die Spindel mit der Hand (gegen den Widerstand des Motors, d.h. Schritte bewußt überspringen) so, daß überall ein Stück Karton z.B. Visitenkarte straff zwischen Düse und Platte paßt. Dann ist die Druckplatte in beiden Achsen rechtwinklig.
Normalerweise macht das die automatische Z-Achsen-Kalibrierung, aber die kann nicht genauer sein als die unteren Endpunkte. Und die sind so ungenau, daß die Leute sich 3D-gedruckte Scheiben einlegen. Die obengenannte "manuelle Kalibrierung" mit der Visitenkarte ist deutlich genauer.
Prinzipiell korrigiert der Drucker die Verkantung in der Software, es geht hier hauptsächlich um die Möglichkeit eines Verklemmens. Und ein Tropfen Öl (empfohlen oder nicht) auf den Spindeln wird wohl auch nicht schaden. Die Buchsen sind aus Delrin, die stört das nicht.
RE:
Und, zur Z-Achsen Kalibrierung: Der "Winkel" der Platte wird ja gewissermaßen mechanisch gespeichert, in der relativen Stellung der drei Z-Stepper. Solange der Drucker Strom hat, versucht er, sich dies zu merken. Geht natürlich nicht, wenn der Stecker raus ist - wenn man den Drucker z.B. bewegt, wartet oder in sonstiger Weise an das Druckbett kommt, kann es die Z-Kalibrierung verstellen und die Platte verkanten. Wie gesagt, die Software kalibriert die Z-Höhe bei jedem Druck neu raus - solange sich nicht die ganze Platte verklemmt.
RE:
hallo,
danke für eure ganzen antworten und hilfen. ich habe heute morgen schon die FW geflasht. nun habe ich (wieder) die 6.3.4 drauf. ein testdruck brachte aber keinerlei besserung. zum filament, es ist frisch aus der verpackung. ich nutze extrudr. "kontrolliert feucht" - kann sein. ich wüsste nicht wie man es kontrollieren sollte/könnte. ich benutze eine gedruckte buchse, die die filamentrolle umschließt, komplett geschlossen ist und unten im eck ein fach für etliche silicon-päckchen hat, falls der drucker mal ne zeit lang steht. ich denke es ist trocken genug.
dann habe ich heute morgen mit dem support geschrieben und er meinte vehement ich solle die platte mit warmem wasser und spüli reinigen bzw schrubben. nur um das dann ausschließen zu können habe ich es gemacht. zu meinem großen erstaunen lief der drucker ab da wieder einwandfrei. aber nur 2 drucke (mit der ganzen platte mit mehreren teilen). die aktuelle FW bleibt erstmal drauf. ja ärgerlich. gekauft 09-2025. seitdem liefs perfekt. jedes noch so kleinste teil ohne fehldruck. diese zeit war offenbar schnell vorbei.
die 2 z-achsen habe ich schon vor 3 wochen geschmiert, da sie quietschten. laut anleitung muss man das nicht, aber im internet steht man solle das beigefügte fett dazu verwenden. die können sich wohl auch nicht so recht entscheiden.
die anderen tipps probiere ich morgen. bin jetzt müde. bin gespannt! danke!
RE: erste schicht - FW update
so noch etwas. ich habe 2 PEI druckplatten. die erste (zu beginn mitgelieferte) hatte heute morgen den perfekten druck vollbracht. die zweite, sie habe ich erst seit 4 wochen, hatte vorhin den druck halb versaut. naja, halb heißt eigentlich, ich hatte glück, dass nicht mehr passiert ist.
jetzt gerade habe ich mit der ersten nochmals was filigranes gedruckt und siehe da, all right. somit liegt es wohl doch an den platten.
RE: erste schicht - FW update
Danke ja da Trift tatsächlich vieles von zu . Ich hab sowohl Kollision(ja da gab es mal was) als auch nozzle nicht sauber als Fehler gehabt.
Ich mach das mal.
RE: erste schicht - FW update
Grüße, das mit Spüli und Spülschwamm reinigen kann ich absolut bestätigen. Mache ich regelmäßig. Es scheinen sich doch manchmal Ablagerungen auf der Oberfläche zu befinden die IPA (99%) nicht runter bekommt. Mit Aceton ist Vorsicht geboten, nicht alle Sheets vertragen es, bitte im Hilfe Bereich zu den Sheets nachschauen.
RE: erste schicht - FW update
ja, sehr gut! was aceton angeht, das hatte ich ja nur benutzt da es irgendwo (vermutlich auf den hilfeseiten bei prusa) angegeben war. aber ab jetzt werde ich es nur noch verwenden, wenn nichts anderes (nach mehreren versuchen) hilft.
spüli hatte ich glaube ich davor schonmal benutzt, hatte aber nicht geschrubbt mit der rauhen schwammseite, sondern bin nur sanft drüber gestreichelt. denn wie du es schon sagst, man sieht die (feinen) ablagerungen praktisch nicht.
trotzdem werde ich weiterhin beim anfassen nur handschuhe verwenden und hin und wieder isoprop. erst wenn wieder probleme auftreten werde ich die spüli methode anwenden, denn dann muss man jedes mal warmwasser einlassen, ... , usw usf. ich habe mir nämlich vor 2 wochen eine neue PEI platte besorgt, damit ich den nächsten druck praktisch gleich nach dem letzten starten kann. und da wäre mir die spüli methode dann jedes mal zu viel arbeit.
düse hatte ich jetzt noch nie eine verstopfte. mitgeliefert zu beginn war eine CHT standard düse 0.4 (neu 28€). sie hielt 4 monate, dann sammelte sich auffallend viel filament am kopf. es war auch so, dass es sich hochwölbte direkt nach austritt aus der spitze. wie eine schlange quasi. das war sehr nervig. reinigen brachte nichts. na gut, dann gibts halt ne neue. jetzt habe ich eine PR 0.4 drin (20€), also ohne CHT. die günstigste. die läuft ganz gut. und auf lager habe ich noch 2 HF obxidian und eine ohne HF. die sollen sehr langlebig sein. eine diamond hätte ich auch gerne, aber die ist recht teuer (140€).
auf lange sicht möchte ich aber unbedingt noch eine 400°C düse haben, wobei die richtig teuer ist. glaube 270€. nur gibts aktuell keine. MMU wäre auch nice, aber momentan dafür kein geld.
da ich die ältere FW nun drauf habe kommt bei jedem druckstart eine info über die neue FW. weiß jemand wie man das abstellen kann? es nervt langsam.
schöne grüße
RE:
CoreOne und MMU? Meine Ehrliche Meinung dazu, wenn ich was dazu einwerfen darf: Spar es dir! Die MMU ist nett für zum Spooljoin machen (mehrere Spulen aufbrauchen, bzw. bei Drucken, die über das Fassungsvermögen EINER Spule hinaus gehen. Aber für "Bunt" drucken - Nope. Dauert zu lange, Produziert zuviel Abfälle und ist, bei den vielen Wechseln, zu Fehleranfällig. Anfangs weniger, mit dem Alter immer mehr. Sammelt sich immer schön Schmodder, was die Sensorik "durcheinander" bringt, Kunstoff setzt sich, was die Vorspannung ändert etc.. Aber beim CoreOne ist ein Toolchanger in der Pipeline - wird die nächsten 2-4 Monate irgendwann wohl auf den Markt kommen. Da kannst in 4er Blöcken erweitern. 4 "Köpfe" kosten 450 Hebel. Beim CoreOne sind wohl bis 8 Köpfe möglich. Beim CoreOneL sogar 12. Funktioniert mit Induktiver Heizung. Sind im Prinzip dann nur noch Aufnahmen mit Düsen und alle Elektronik ist am Wechsler (im Gegensatz zu meinem XL, wo JEDER Kopf seine eigene Elektronik und Lüfter mit nimmt), daher sind die "Köpfe" auch recht "günstig". Der Wechsel und Aufheizen dauert 15 sec - im Vergleich zum XL mit 12 sec. noch länger, aber im Vergleich zur MMU mit dem ganzen Spülen etc., was ne Minute etwa verbrät, inkl. Spülmaterial, um die Düse sauber zu bekommen, ein Witz. Und, da das Material seinen eigenen Kopf mit Düse hat, kannst du nicht nur unterschiedliche Farben, sondern, wie beim XL, auch unterschiedlichste Materialien drucken! Das geht bei der MMU nicht, oder nur extrem eingeschränkt - wenn die Materialien unterschiedliche Temperaturen haben, wirst spätestens beim Wechseln des Heißeren Materials Probleme bekommen - das bekommst mit der neuen (kälteren) Temperatur nicht oder nur teilweise raus gespült....
Gruß, Digibike
RE: erste schicht - FW update
cooler tip danke! warten (sparen) muss ich eh. ich dachte das mit den mehreren köpfen gäbe es schon und heißt index upgrade. ich meinte 1200€ gelesen zu haben, was mir definitiv zu teuer wäre. mit 4 köpfen wäre ich zufrieden. aber wenn du recht behalten solltest nehme ich gerne lieber das (für 450€). gerade auch wegen, wie du schreibst, der möglichkeit der mischung unterschiedlicher materialien. das klingt sehr heiß!
was die verwendung von mehreren farben angeht brauche ich meist nur 2 verschiedene, um bspw aufschriften gut markieren zu können. man kann zwar in vertiefungen auch mit permanentmarker reinmalen, das geht aber nur bei hellen filamenten recht gut. bei dunklen wäre das drucken mit 2 farben für mich interessant. weil das filament deckt und nicht durch den (bemalten) untergrund beeinflusst wird.
ja ja, wenn man zu viel geld hätte ... xD
hätte gerne einen raum mit 20 druckern. naja, wenigstens träumen kostet nix 😀
grüße
RE: erste schicht - FW update
MMU würde ich mir in der Tat überlegen. Wenn du keine konkreten farbigen Vorlagen hast, spiel' den Workflow mal im Slicer durch. Es wird ja angezeigt, wie lange es dauert und wie viel Material in den Wipe-Tower geht.
Ich bin froh, daß ich meine habe und die "Kinderkrankheiten" gelöst sind (danke, Digibike, für den Tip mit dem Öl...).
Ob man den Bedarf hat, sollte jeder selbst klären. Viele gute Ideen sind nicht oder nur schwer umsetzbar - sieht "schwammig" aus, braucht 0.25 mm Düse, Sollbruchstelle durch die Unterbrechung der Extrusionsbahn entlang der Oberfläche.
Bei mir macht es Sinn, ich drucke Unmengen an Old-School Klemmbausteinen für die Kinder, und die machen bunt (mit farblich abgesetzten Stöpseln etc. aber mit einheitlichem Material) einfach mehr Spaß. 90 % der Höhe sind einfarbig, der Wipe-Tower ("no sparse layers" eingeschaltet) ist dementsprechend kein Turm sondern eher eine dicke Folie.
Die Platte konsistent sauber zu halten kann sehr schwierig sein - gerade, wenn man gelegentlich wechselndes Material verdruckt. Ich empfehle Sprühlack aus dem 3D-Laden - eine Dose hält ewig und danach sind die Ergebnisse einheitlich.
RE:
@mnentwig - super, daß du so gut damit zurecht kommst und die Probleme soweit in Griff sind! Tja, sind alte Tricks, die aber bis heute, bei aller Materialverbesserung, Ihre Gültigkeit haben... 😉
@Micha, täusch dich mal nicht. Je mehr Köpfe du hast, desto mehr entdeckst du die Möglichkeiten dahinter... Du sparst dir z.b. Haufenweise Rüstzeiten, weil du ja auch unterschiedliche Düsen Vorbereiten kannst. Du reduzierst Spülverluste und vermeidest "Querreaktionen", wenn Inkompatible Materiale durch eine Düse gepresst werden - siehe ABS/PLA z.b., weil du entsprechend z.b. Gehärtete 06er Nozzles für PA6 nimmst, für PLA nur die Messingdüsen Schacht 2 bis 4, Support Schacht 1... Damit mußt du nur beim Slicen sagen, auf welche er zugreifen soll und dort das Material natürlich auch laden - und los gehts. Auch so Geschichten, wie außen Ultrafein mit 0,25er Düse und Innfill mit Grober Düse "Vollrotzen" sind dann realisierbarer - da werden 4 Düsen schnell "zu klein", wenn man erstmal "geschnuppert" hat. Ich muß gerade bei nem Kundenauftrag, Materialwechsel beim Toolchanger realisieren - mit 5 Köpfen - reicht aber nicht, weil das Teil zwingend Support braucht. Nicht viel, aber es braucht Ihn... Blöd gelaufen. Mit 8 oder 12 Düsen werden die wenigsten wirklich Drucken - klar - da mußt auch den Platz für die ganzen Rollen haben, aber der Drucker ist ja trotzdem Nutzbar, wenn nicht alle 8 oder 12 Schächte belegt sind. Man gewinnt halt deutlich mehr Freiheit und Effizienz.
Gruß, Digibike







